
Deutschland hat das Ziel, seine CO2-Emissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu senken. Ohne einen massiven Schub bei der Steigerung der Energieeffizienz wird dieses Ziel nicht erreichbar sein.
Energiemanagementsysteme tragen dazu bei, die Energieeffizienz in Unternehmen und Organisationen zu erhöhen. Sie sind ein Instrument zur kontinuierlichen und systematischen Hebung von Energieeinsparpotenzialen. Durch die dabei erzielbaren Kostenentlastungen stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Mit der im Juli 2009 in Kraft getretenen Norm EN 16001 werden EU-weit einheitliche Kriterien für ein Energiemanagementsystem aufgestellt. Der hier vorliegende Leitfaden soll Organisationen jedweder Art, Größe und Branchenzugehörigkeit bei der Implementierung eines Energiemanagement-systems unterstützen. Dabei spiegelt er übersichtlich und praxisorientiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS und damit auch zu der Norm ISO 14001, deren Inhalte Bestandteil von EMAS sind. Es wird deutlich, dass EMAS-zertifizierte Unternehmen regelmäßig bereits alle Voraussetzungen eines Energiemanagementsystems erfüllen und umgekehrt ein praktiziertes Energiemanagementsystem eine hervorragende Basis für die Implementierung von EMAS ist.